Slow Down

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“

(Aus Japan)

 

 Wecker, Aufstehen, ein Blick in den Kalender. Meetings. Terminkollisionen. Team-besprechungen. Projekt-vergaben. Deadlines. Ein Arbeitspensum, das sich kaum in einen einzigen Tag quetschen lässt. Zwischendurch der Stau, die Panne, das Strafmandat, die Zugverspätung, die Schlange an der Supermarktkassa. Entnervte, gleichermaßen gestresste Mitmenschen mit verhärmten Gesichtern, hängenden Mundwinkeln und hoher Aggressionsbereitschaft. Beschimpfungen, die zu lautstarken Diskussionen werden und sich letztendlich in kopflosem Gebrüll entladen. Endlich zu Hause: die Waschmaschine hat ihren Geist aufgegeben und stattdessen eine Pfütze im Bad verursacht. Wischen, Putzen, Kochen, das Geschirr vom überhasteten Frühstück heute morgen wegräumen. Der Rest der Familie trudelt ein, der letzte schon zu nächtlicher Stunde. Erschöpftes Einschlafen vor dem Fernseher oder über einem Buch, von dem keine einzige Zeile mehr gelesen wurde. Die Gedanken kommen nicht zur Ruhe und kreisen um den morgigen Tag, der ebenso rastlos sein wird wie der heutige. Die Spirale dreht sich immer weiter nach unten und kann – wenn wir nicht auf uns achten – im Burnout enden. Wenn Sie sich aber fragen: „Wozu das alles ?“ oder „Das soll mein Leben sein ?“, haben Sie bereits den ersten Schritt Richtung Entschleunigung getan. In meiner Beratungspraxis empfehle ich in so einem Fall, sich symbolisch in eine Schnecke zu verwandeln. Für den Anfang genügt eine halbe Stunde pro Tag. Sie werden diese Zeit bald freiwillig verlängern.

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