Das professionelle Setting

Meine Ausbildung zur psychosozialen Beraterin habe ich glücklich abgeschlossen. Ich habe eine ganze Palette systemischer Interventionen erlernt, sie durch „Werkzeuge“ anderer Methoden ergänzt, viel über mich selbst erfahren und bin nun bereit, meine Beratungstätigkeit zu beginnen. Nun widme ich meine Aufmerksamkeit dem Rahmen, den ich meinen zukünftigen Klienten bieten möchte. Zu diesem professionellen Setting zählen die Klärung der Rahmenbedingungen im Vorfeld, aber auch die Praxisräumlichkeiten. Manche meinen, der Raum, die Einrichtung, die Optik wären eher nebensächlich, wichtig wäre einzig und allein die Qualität der Beratung. Dem ist nicht so: denn wie bei einem Bewerbungsgespräch gibt es nur eine einzige Chance, einen ersten Eindruck zu hinterlassen. Und der sollte vor allem der Persönlichkeit des Beraters entsprechen. Deshalb werde ich keine knallbunten Bilder aufhängen, wenn es nicht zu mir passt. Ich werde keine „Freud´sche“ Ledercouch aufstellen, um meine Klienten nicht auf eine falsche Fährte zu führen. Alles wird eher schlicht und reduziert sein, damit nichts den konzentrieren Beratungsprozess stört. Wenn der Berater sich in seiner Arbeitsumgebung wohl fühlt, wird er das ausstrahlen – und das wird auch der Klient bemerken. In der vertrauensvollen Gesprächsatmosphäre, die so entstehen kann, treten die Äußerlichkeiten wieder in den Hintergrund und dann zählt tatsächlich nur mehr die Beratungsqualität.

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