Reduktion als Bereicherung

Fastenzeit? Was heißt das eigentlich? Weniger ist mehr. Weniger Materielles, mehr Essenzielles. Weniger Besitz, mehr Substanz. Was wir nicht alles sollten und müssten. Wir haben To Do-Listen im Job abzuarbeiten und selbsternannte Style-Experten propagieren alle paar Monate die Must-Haves der Saison. Fasten kann auch heißen: weniger haben und weniger tun, dafür viel mehr Sein. Man selbst sein, zum eigenen Wesen, zum Kern, zur Seele zurückfinden. Der Weg zum eigenen Ich kann steinig sein und vielleicht gefällt einem nicht alles, was man da entdeckt, vielleicht hat man schon viel zu lange nicht mehr aufgeräumt. Und da ist die Angst, dass nichts mehr übrig bleibt, wenn die Äußerlichkeiten wegfallen, die Fassade bröckelt. Was wird sich dahinter verbergen? Was macht mich wirklich aus? Mein Haus, mein Auto, mein Beruf, meine Familie? Wer bin ich? Was bleibt von mir ohne Arbeitsplatz, ohne Partner, ohne Gesundheit? Manche sind 40 Tage in die Wüste gegangen, um Antworten auf diese Fragen zu finden, andere ziehen sich zum Fasten ins Kloster zurück. Vielleicht genügt als erster Impuls schon ein Spaziergang im Wald mit begleitender Beratung.

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