Gründonnerstag mit Schlange

Spinat. Das kommt an diesem Tag traditionellerweise auf den Teller. Damit es nicht nur Tiefkühl-Spinat ist, bin ich losgezogen, um ihn mit frischem Frühlings-Wildgemüse wie Giersch oder Bärlauch zu verfeinern. Gut gelaunt spaziere ich in der Sonne vor mich hin, pflücke hier ein paar Löwenzahnblätter, rupfe da ein paar junge Triebe der Minze. Und da war sie: meine ganz spezielle Gründonnerstags-Begegnung. Schon von Weitem verriet mir die beachtliche Größe der Schlange, dass es keine Ringelnatter war.

Langsam und vorsichtig näherte ich mich dem Tier, das bedrohliche, zischende Geräusche von sich gab und sich aufbäumte. Ich blieb ganz ruhig stehen und wartete. Die Schlange hatte mir durch die Drohgebärde ihre gelbe Unterseite gezeigt. Ich hatte eine selten gewordene Äskulapnatter vor mir. 

Ungeheuer schnell und wendig schlängelte sie sich auf dem Boden. Wir hatten beide beschlossen, uns gegenseitig in Ruhe zu lassen und unserer Wege zu gehen bzw. zu kriechen. 

Faszination, ein wenig Angst, Respekt und Freude: es war eine ganz eigene Mischung an Gefühlen, die ich beim Anblick der Schlange hatte. Seit heute weiß ich wieder: in der Natur kann jederzeit alles passieren, es warten tatsächlich noch Abenteuer – und das vor der eigenen Haustür. Den Spinat gibt es heute ohne Schlange, dafür mit gerösteten Erdäpfeln und Spiegelei.

Wer ebensolche Abenteuer in der Natur erleben und dabei vielleicht sogar etwas Neues über sich erfahren möchte, ist herzlich willkommen. Bei Beratung im Wienerwald.

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Ein Kommentar zu “Gründonnerstag mit Schlange

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