Die Apfel-Meditation

Etwas so Einfaches und Selbstverständliches wie ein Apfel kann etwas ganz Besonderes werden. Ich habe die Früchte selbst gepflückt, von einem Baum, dessen Äste sich unter der Last bogen.

ÄpfelKorb

Dann habe ich mich auf die Wiese gesetzt und einen glänzenden, rotbäckigen Apfel in die Hand genommen. Die glatte Oberfläche gefühlt, daran gerochen. Das Aroma und den Duft wahrgenommen. Die runde Form, die Beschaffenheit der Schale, die Farbpalette zwischen Gelb, Orange und Rot. Ich habe ein gedankliches Dankeschön an Mutter Natur geschickt und erst dann meine Zähne in das saftige Fruchtfleisch dieses wertvollen Geschenks versenkt. Ich glaube mir hat nie ein Apfel besser geschmeckt.

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Pass auf, was Du Dir wünscht…

Für einen Menschen, der alles in seinen Kalender einträgt und gerne schon 2012 weiß, was zumindest bis Mitte 2013 sein wird, kann der Zufall (den es bekanntlich ohnehin nur gerüchteweise gibt) eine echte Herausforderung sein. Hätte man mir vor einem Jahr prophezeit, dass es zu einer schicksalhaften Begegnung am anderen Ende der Welt kommen würde, hätte ich es kaum glauben können. Vorbereitet war ich darauf jedenfalls nicht, obwohl ich es mir insgeheim gewünscht haben mag.

„Pass auf, was Du Dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.“

Dankbar annehmen, was das Leben bringt: das war meine Lernaufgabe im vergangenen Jahr. Und keine Angst vor Veränderungen zu haben. Oft war das leicht dahin gesagt in der Beratungspraxis, als KlientInnen bei einer Kehrtwende oder zumindest einem Umdenkprozess unterstützt werden sollten.
Jetzt kann ich es selbst vorleben. Dankbarkeit und Demut – unmodern klingende, aber unentbehrliche Eigenschaften, um durch die Stürme des Lebens zu kommen.