Das 7. Advent-Naturwunder

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„Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen.“

Oscar Wilde

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Bucheckern: Waldfrüchte für Schwein und Mensch

Wildschweine lieben die Früchte der Buche. Und früher haben die Bauern ihre Hausschweine in den Wald getrieben, damit sie sich an den Bucheckern satt fressen konnten. Auch ich schätze die eckigen braunen Früchte schon seit meinen Kindertagen. Für mich waren sie immer eine „wilde Nascherei“. Die Hüllen verwende ich gerne als Dekoration oder zum Basteln.

Neben den leeren Hüllen liegen jetzt am Waldboden und im Moos die eigentlichen Früchte.

Zugegeben: das händische Schälen ist ein wenig mühsam, ich betrachte es einfach als meditative Tätigkeit und höre dabei Musik.

In kleinen Mengen können die Waldfrüchte auch roh genossen werden. Sie enthalten jedoch – ähnlich wie Mandeln – Blausäure, die sich beim Rösten verflüchtigt. Also ab in den Backofen. Diesmal habe ich ein Rezept-Experiment gewagt, einen eher schweren Rührteig angefertigt, halbierte Zwetschken und ein wenig Zimt darauf gegeben und am Schluss die geschälten Bucheckern darüber gestreut.

Nach ca. einer Stunde bei 200 Grad im Ofen war der Kuchen fertig. Der Duft der gerösteten Bucheckern ist durch die ganze Küche gezogen. Und das Ergebnis war köstlich:

Nach dem ausgedehnten Waldspaziergang, dem Bucheckern-Sammeln und dem Schälen der Früchte, darf man sich ruhig ein Stück dieses herbstlichen Zwetschken-Bucheckern-Kuchens gönnen, oder zwei.