Die Apfel-Meditation

Etwas so Einfaches und Selbstverständliches wie ein Apfel kann etwas ganz Besonderes werden. Ich habe die Früchte selbst gepflückt, von einem Baum, dessen Äste sich unter der Last bogen.

ÄpfelKorb

Dann habe ich mich auf die Wiese gesetzt und einen glänzenden, rotbäckigen Apfel in die Hand genommen. Die glatte Oberfläche gefühlt, daran gerochen. Das Aroma und den Duft wahrgenommen. Die runde Form, die Beschaffenheit der Schale, die Farbpalette zwischen Gelb, Orange und Rot. Ich habe ein gedankliches Dankeschön an Mutter Natur geschickt und erst dann meine Zähne in das saftige Fruchtfleisch dieses wertvollen Geschenks versenkt. Ich glaube mir hat nie ein Apfel besser geschmeckt.

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Sommer im Schlaraffenland

Der Marillenbaum bietet Schatten in der Sommerhitze. Heuer biegt er sich unter dem Gewicht der Früchte.

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Die herrliche Ernte kommt in den Korb. Dann ab in den Kochtopf mit Zucker und Zitronensaft.

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Heiß in Schraubgläser füllen. Beliebtes Mitbringsel und begehrter Wintervorrat.

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Und die allerschönsten Früchte bekommen ein Kleid aus Kartoffelteig und werden zu…

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…Marillenknödeln veredelt.

Bunte Gedanken zum Herbst

Für mich ist der Herbst keine trübe, traurige Jahreszeit. Im Wald verdanken wir ihm die schönsten Eindrücke. Heute habe ich mich bei einer Wanderung zum Herbstbeginn inspirieren lassen und möchte die Fülle an Blättern, Blumen, Pilzen und Früchten gerne mit euch teilen. Wer mag, kann die (ausschließlich positiven) Begriffe zu den einzelnen Buchstaben nach Belieben ergänzen. Ideale Übung gegen den möglicherweise aufkeimenden Herbst/Winter-Blues.

Herbstmeditation: 

H – wie Hoffnung, Hand-in-Hand, Himmel, Hochstimmung, Höhenmeter, Harmonie

E – wie Energie, Entwicklung, Eingebung, Eigenständigkeit, Erdung, Erfolgserlebnis

R – wie Regeneration, Ruhe, Rundwanderung, Realitätsbezug, Rastplatz, Reisepläne

B – wie Blätterrascheln, Buntheit, Ballonfahrt, Bergpanorama, Bücherregal

S – wie Sinn, Sensibilität, Sonnenstrahlen, Selbstwert, Stärke, Seelenverwandte

T – wie Tiefgang, Tannenzapfen, Tautropfen, Talent, Trost, Traubensaft

Beratung im Wienerwald wünscht einen schönen Herbst!

Verlässliche Kräfte

„Trau lieber deiner Kraft als deinem Glück.“

Publilius Syrus  (1. Jhd. v. Chr.)

Wenn eine dicke Schneedecke über der Wiese liegt und die Sträucher scheinbar zu Eis erstarrt sind, kann man sich manchmal kaum noch vorstellen, dass sie blühendes Leben verbergen. Doch die Kräfte der Natur wirken verlässlich, der Kreislauf von Vergehen und Werden kommt immer wieder in Gang. Einer unsichtbaren Uhr folgend, treibt aus den in der Erde vergrabenen Blumenzwiebeln frisches Grün, strecken Blätter und Blüten sich dem Licht entgegen. Das erinnert oft an menschliche Lebenssituationen, an das Aufstehen nach einer Krise. Wie schaffen wir es, nach Kälte- und Dürreperioden des Lebens, wieder aufzublühen? Auch auf unsere Kräfte sind Verlass. Jeder kann sie in sich selbst finden.

Meditation „Innere Kraft“

Setzten Sie sich entspannt auf einen Sessel oder legen Sie sich auf ihr Lieblingssofa. Wickeln Sie sich in eine Decke ein, schließen Sie die Augen und lassen Sie die Gedanken auf eine Kraftreise gehen:

Was gibt mir Kraft? Was schenkt mir Lebensfreude? Was lässt mich aufblühen? Wo sind meine Kräfte gespeichert? Kann ich die Kraft irgendwo in meinem Körper spüren? Kenne ich die Quellen meiner Lebenskraft? Gibt es Orte, an denen ich „auftanken“ kann – und wann habe ich sie zuletzt aufgesucht? Gibt es Menschen in meiner Umgebung, die mir Kraft schenken? Kenne ich Menschen, die mir Kraft rauben?  Fühle ich mich manchmal „am Ende meiner Kräfte“ – und was tue ich dann für mich? Erlaube ich mir manchmal, keine Kraft mehr zu haben? Investiere ich Kraft in Dinge, die es nicht wert sind? Was brauche ich wirklich? Was ist mir wichtig? Was ist für mein Leben wesentlich? Was möchte ich mit meiner Kraft bewirken? 

Öffnen Sie langsam wieder die Augen, spüren Sie Ihren Körper im Raum, auf dem Sessel, auf dem Sofa. Stehen Sie auf, strecken Sie sich. Sie werden wissen, was Sie zu tun haben. 

Sonnentankstelle

Die Tage werden schon merklich kürzer, doch die Spätsommersonne wärmt noch kräftig. Wiesen und Waldsäume erstrahlen in goldenen Gelb-, Orange- und Brauntönen. Schmetterlinge lassen sich auf spätblühenden Blumen nieder. Das Gesicht der Sonne zugewandt, die Augen geschlossen, stelle ich mich auf meinen Lieblingsbaumstumpf inmitten einer Waldlichtung und mache eine von der chinesischen Meditations- und Bewegungslehre Qi Gong  inspirierte Übung. Sie heißt

„Sonnentankstelle“

und geht so: die Arme weit ausgebreitet versuchen wir, die Kraft der Sonne mit allen Sinnen wahrzunehmen, sie zu fühlen, zu riechen, zu schmecken und sogar zu hören. Sie in uns aufzunehmen, zu speichern und festzuhalten. Dabei stellen wir uns vor, wie wir das helle Licht einatmen, wie es durch unseren ganzen Körper strömt und wie jede einzelne unserer Zellen von der Sonnenenergie aufgeladen wird. Wir senken die Arme wieder, bleiben noch einen Moment ruhig stehen und genießen das Wohlgefühl, dass sich eingestellt hat. In den kommenden trüben Herbst- und kalten Wintertagen werden wir genau dieses Gefühl wieder abrufen können. Dass es funktioniert, habe ich in meiner Praxis schon oft bestätigt bekommen.

Und auch selbst erfahren: bei mir wirkt die Sonnentankstelle sofort. Denn inzwischen ist es kühl geworden, es dämmert schon und ich mache mich – ohne Jacke – auf den Heimweg.