Wintergrün

Nun sind Kälte und Eis doch noch gekommen. Im Garten liegt eine dünne Schneedecke. Bei näherer Betrachtung ist aber nicht alles blattlos und dürr. 

Ich war erstaunt, wie viele unterschiedliche Grün-Nuancen ich im Januar-Garten entdeckt habe.

Grün ist die Farbe der Hoffnung, die Gewissheit, dass es immer einen Neubeginn gibt. 

Grün ist Chlorophyll, ist Photosynthese, ist Sauerstoff, ist Atem, ist Luft, ist Leben. 


Selbst im tiefsten und kältesten Winter die Augen zu öffnen und das Grün zu sehen – sollte es auch unter einer Schneedecke verborgen sein – ist eine Aufgabe professioneller Lebensberatung. 

Nähere Informationen und Termine gerne auf Anfrage bei Beratung im Wienerwald.

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Hallo, Winter !

Zeit, den Winter herzlich zu begrüßen. Dann wird auch er uns freundlich begegnen. Habe heute die Dezembersonne genossen und darüber gestaunt, dass es im Wald auch jetzt viel zu sehen und zu hören (Vogelstimmen!) gibt. 

Mit dieser kleinen Assoziationsübung aus meiner Beratungspraxis (nur positive Begriffe!) heißen wir den Winter willkommen. Bitte nach Belieben fortsetzen: 

W – wie Warmherzigkeit, Wunder, Wohlbefinden…

I – wie Idealismus, Ideen, Inspiration…

N – wie Nichtstun, Narrenkast´l schauen, Nadelbaum…

T – wie Tatendrang, Topfpflanze, Tannenzapfen…

E – wie Energie, Erholung, Eiskristall…

R – Ruhe, Regeneration, Rückzugsgebiet…

Ich wünsche allen einen wunderschönen Winter, viel Wärme und Hoffnung, die ganz bestimmt auch unter der dichtesten Schneedecke verborgen liegt.

Leuchtend-rote Vorfreude

Noch leuchten Wälder und Gärten in bunten Farben. Die Sonne bringt das Laub zum Strahlen. Während ich die blutroten Blätter des Strauches vor meinem Haus betrachte, denke ich schon an das kommende Jahr. 

Das milde, sonnige Wetter ist ideal, um für farbintensive Beete im Frühling zu sorgen. Zwiebeln der im Vorgarten meiner Praxis bereits bewährten Tulpensorte „Rotkäppchen“ habe ich schon besorgt.

Im Beet hebe ich Gruben aus und fülle sie mit frischer Erde. Ich persönlich gebe noch eine handvoll Sand dazu, um Staunässe zu verhindern (die mögen Zwiebelpflanzen nämlich gar nicht). Zwiebeln in Gruppen anordnen und wieder mit Erde bedecken.

An den langen, kalten, trüben Wintertagen wird mich die Vorfreude auf die leuchtend-roten Tulpen mit dem schönen Laub bei Laune halten. 

Denn so werden sie nächstes Jahr im April aussehen ; – )

Frühling, das sind wir

Sehnsüchtig erwarten wir nun schon das Ende des Winters. Heute ist meteorologischer Frühlingsbeginn. Doch es ist immer noch kalt und trüb. Nur das schon viel lautere Zwitschern der Vögel und der frühere Tagesanbruch verraten, dass sich die kalte Jahreszeit dem Ende zuneigt. Frühling ist aber nicht nur ein bestimmter Abschnitt im Taschenkalender, sondern ein Gefühl. Für manche Menschen ist das ganze Jahr über Winter. Weil es ihnen nicht gut geht, weil sie resigniert haben, weil sie kaum mehr Mimik zeigen, weil sie wie erstarrt durchs Leben gehen. Mit dem Frühling verhält es sich genau so. Egal wie viel Eis vorhanden ist: mit Humor, einem Lächeln, einer netten Geste kann es rund ums Jahr durchbrochen werden. Denn Frühling, das sind wir.

Frühlings-Übung:

Sagen Sie dem nächsten Menschen, der Ihnen heute begegnet, etwas Nettes (auch oder gerade dann, wenn es jemand ist, den Sie eigentlich nicht so wahnsinnig mögen). Sollte es ein Ihnen Unbekannter sein, schenken Sie ihm einen Blick, ein Lächeln. Die Reaktionen darauf können manchmal sogar schon sommerlich sein.

Stimme statt Stille

Starr hängen die Eiszapfen von der Dachrinne. Der Winterwind scheint auf dieser gläsernen Orgel zu spielen, bis eine der kunstvollen Spitzen klirrend am Boden zerbricht. Gebrochen klingt an kalten Tagen wie jetzt auch so manche Stimme, bis das Krächzen manchmal sogar einer gespenstischen Stille weicht. Wenn das schon der Fall ist, hilft nur noch Schweigen, um den Stimmbändern keine bleibenden Schäden zuzufügen. Doch was tun, um das Verstummen vielleicht noch zu verhindern? Durch die Nase atmen, einen Seidenschal tragen und ein besonderes Heißgetränk zu sich nehmen. Mein Geheimtipp bei drohendem Stimmverlust. 

Heißer Johannisbeer-Zaubertrank

1/2 Liter Johannisbeersaft
Saft einer halben Zitrone
ein kleines Stück Ingwer
eine Zimtstange
1-2 Gewürznelken

Alle Zutaten erhitzen (aber nicht kochen) und 10 min ziehen lassen. Schluckweise genießen. Schmeckt gut und tut gut.